06.12.2017Schöne und gepflegte Winterhände

Unsere Hände werden ständig beansprucht und haben einen wirklich harten Job. Gerade im Winter müssen sie viel aushalten. Ständig sind sie trockener Heizungs- oder kalter Winterluft ausgesetzt, hinzukommen häufiges Händewaschen sowie chemische oder physikalische Faktoren am Arbeitsplatz oder im Haushalt, welche die Hände zusätzlich schädigen. Frauen ab den Wechseljahren haben es noch schwerer, da der Körper weniger Östrogen produziert, die Haut weniger Wasser speichert und an Elastizität verliert. Die Folge ist trockene, spröde und rissige Haut – die Hände jucken, schuppen sich und sehen faltiger aus. Deshalb benötigen unsere Hände Schutz sowie eine besondere Pflege mit dem Ziel, der Haut Feuchtigkeit zu geben und die äußere Hautbarriere zu stärken.

Und so heißt es: Cremen, cremen und noch mehr cremen, denn der wichtigste Begleiter für schöne und glatte Hände im Winter ist natürlich die Handcreme. Sie versorgt die Haut nicht nur mit dringend benötigten Pflegestoffen, sondern stärkt auch den Schutzfilm. Empfehlenswert sind Cremes, die (fast) ohne Emulgatoren auskommen und einen niedrigen Fettanteil haben. Als Basis für eine gute Handcreme eignen sich neutrale Pflanzenöle wie Oliven-, Nachtkerzen- oder Sojaöl plus hochwertige Pendants wie Weizenkeim- oder Avocadoöl am besten.

Besonders strapazierte Hände freuen sich zusätzlich über Sheabutter, Ceramide sowie die Vitamine A, C und E. Wirkstoffe wie Panthenol und Biotin fördern ebenfalls die Regeneration und Urea spendet gleichzeitig Feuchtigkeit und bindet Wasser in der Haut; bei rissigen Händen hat Dexpanthenol eine beruhigende Wirkung. Die Handcreme sollte mehrmals täglich beziehungsweise nach jedem Händewaschen aufgetragen und gut einmassiert werden, bis keine Rückstände mehr vorhanden sind.

Wer häufig und gründlich seine Hände wäscht, beugt zwar Infektionen vor, allerdings weicht das Wasser die Haut auf - besonders, wenn es zu heiß ist. Wird dabei Seife benutzt, schwächt das zusätzlich den Säureschutzmantel der Haut. Daher die Hände am besten mit einer hautfreundlichen Flüssigseife und lauwarmem Wasser reinigen. Angaben wie "pH-hautneutral" oder "pH 5,5" weisen auf entsprechende Produkte hin. Anschließend die Hände gründlich, aber ohne zu rubbeln abtrocknen, dabei die Fingerzwischenräume nicht vergessen. Wichtig: Nach jedem Waschen gut eincremen und darauf achten, dass die Hände auch wirklich richtig trocken sind, denn nur auf trockener Haut kann die Creme ihre maximale Wirkung entfalten.

Reicht eine normale rückfettende Creme nicht aus, können die Hände auch für mehrere Minuten in ein lauwarmes Handbad aus Oliven-, Kürbis-, Mandel- oder Jojobaöl gehalten werden. Hierfür wird eine kleine Schüssel mit lauwarmem Wasser und einigen Tropfen Öl gefüllt, in welchem die Hände für 10 bis 15 Minuten eingeweicht werden. Nach dem Bad die Hände nur vorsichtig abtupfen und eine pflegende Creme auftragen. Ebenfalls hilfreich ist es, die Hände vor dem Schlafen dick einzucremen, mit Baumwollhandschuhen zu schützen und die Pflege über Nacht einwirken zu lassen.

Tipp: Egal, ob kalter Nieselregen, Schnee oder Spülwasser – die Hände sollten im Winter unbedingt vor Wasser geschützt werden. Ein Paar Gummihandschuhe für zu Hause und ein paar Lederhandschuhe für draußen helfen dabei. Überhaupt gilt: Wer im Winter im Freien unterwegs ist, sollte die Hände vor dem Austrocknen schützen und immer Handschuhe tragen.