10.01.2018Dornröschenschlaf für die Schönheit

Noch sind die Tage kurz, doch so schlimm ist die dunkle Jahreszeit gar nicht, denn nun gibt es mehr Zeit, um gemütliche Stunden daheim zu verbringen und sich ausgiebig zu pflegen. Und noch etwas fällt uns jetzt leichter: Schlafen. Ein erholsamer und ausreichender Schlaf ist natürlich für unser allgemeines Wohlbefinden wichtig, sonst haben wir mit Folgen wie Konzentrationsverlust, Leistungsschwäche und Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Doch auch unsere Haut profitiert von einer guten Nachtruhe.

Nachts können Pflegeprodukte viel besser einwirken und unsere Hautzellen haben im Idealfall genügend Zeit, sich zu generieren. Schlafmangel führt ganz klar zu einer erhöhten Stresslage des Körpers, wodurch bestimmte Hormone vermindert ausgesendet werden, sprich: Wenn die Dauer und Qualität des Schlafes leiden, werden auch weniger Wachstumshormone ausgesendet. Stress und Schlafmangel können also zur Verschlechterung eines Hautzustandes führen.

Wie schläft Frau also am "schönsten"? Zuerst einmal ist es wichtig, das Gesicht abends gründlich zu reinigen und auch das Abschminken ernst zu nehmen, denn Make-up ist garantiert nicht hilfreich für einen Schönheitsschlaf. Nach dem Abschminken wird das Gesicht dem Hauttyp entsprechend gereinigt, um Schweiß- und Make-up-Reste sowie Feinstaubpartikel zu entfernen. Letzteres könnte ansonsten in die Poren eindringen und dort die Bildung freier Radikale verursachen, welche den Abbau von Kollagen fördern.

Anschließend wird die Haut beruhigt und mit geeigneten Nährstoffen (dem Hauttyp entsprechend) versorgt. Gerade nachts eignen sich Anti-Aging-Zusätze wie Vitamin A (also Retinol), da man damit nicht in die Sonne gehen sollte. Auch andere Inhaltsstoffe sind jetzt besonders wirksam, da sie lange und besonders gut einziehen können. Wer also trockene Haut hat, sollte nun ordentlich Feuchtigkeit auflegen. Auch eine Maske am Abend kann Wunder bewirken und sorgt dafür, dass man morgens mit einer schönen und gepflegten Haut erwacht.

Am Abend sollte eine reichhaltige Augencreme verwendet werden, denn beim Schlafen bleiben die Augen für die nächsten Stunden geschlossen und die Pflege hat ausreichend Zeit, um einzuwirken. Deshalb unbedingt für einen ausreichenden Schlaf von wenigstens sieben bis acht Stunden sorgen, damit die Augen von der ausgedehnten Nachtruhe profitieren können.

Und wie schläft man nun am besten? Zunächst sollte für Dunkelheit gesorgt werden, denn sobald es im Raum heller wird, geht die Produktion des Hormons Melatonin zurück und der Körper "erwacht". Bei Helligkeit zu schlafen würde den Organismus also nur durcheinanderbringen. Gute Luft ist ebenfalls wichtig, denn gerade im Winter trocknet die Heizungsluft die Haut am ganzen Körper und natürlich auch im Gesicht aus. Vor dem Schlafengehen also zehn Minuten durchlüften und idealerweise bei ausgeschalteter Heizung schlafen. Luftbefeuchter sorgen zusätzlich für ein ideales Raumklima.

Je höher beim Schlafen der Kopf liegt, desto besser kann die Lymphflüssigkeit, die sich über Nacht in der Augenpartie angesammelt hat, abfließen. Die Flüssigkeit wird nachts durch das Lymphsystem im Körper geschickt und dient dazu, Nähr- und Abfallstoffe zu transportieren. In einer waagerechten Schlafposition wird der Prozess natürlich erschwert, die ungewünschten Folgen sind geschwollene Lider und dunkle Augenringe.

Die ideale Schlafposition ist übrigens auf dem Rücken, da sonst das Gesicht ins Kissen geknautscht und das Gewebe entsprechend eingedrückt wird. Wer das nicht kann, sollte zumindest in Kissenbezüge aus Seide oder Satin investieren, da diese Fasern glatter als Baumwolle sind. Und wer sich ein spezielles Anti-Falten-Kissen zulegt, gibt nicht einmal den kleinsten Knitterfältchen eine Chance.

Tipp: Ein gesunder Schlafrhythmus und Schlafgewohnheiten sind wichtig und sorgen garantiert für einen erholsamen Schönheitsschlaf, deshalb möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen, kein spätes Dinner sowie Handy- und Fernsehverbot eine Stunde vor dem Schlafengehen.