06.03.2018Die richtige Mascara für den perfekten Augenaufschlag

Geschminkte Wimpern waren schon im alten Ägypten verbreitet, allerdings diente dies weniger der optischen Schönheit, sondern eher dem Schutz vor bösen Geistern. Heute können sich viele kaum vorstellen, ohne geschminkte Wimpern aus dem Haus zu gehen, denn die Wenigsten sind von Natur aus mit langen, vollen und dunklen Wimpern gesegnet. Da hilft nur tuschen, was das Zeug hält! Das weiß selbstverständlich auch die Kosmetikindustrie und so gibt es Mascaras wie Sand am Meer, doch Wimperntusche ist nicht gleich Wimperntusche.

Welchen Effekt man mit einer Mascara erzielt, hängt im Wesentlichen vom Bürstchen ab. Für lange Wimpern ist beispielsweise eine Volumenmascara ideal, für sehr gerade Wimpern eignet sich eine gebogene Bürste am besten. Wer feine Wimpern hat, sollte auf keinen Fall eine Mascara verwenden, welche die Wimpern verlängert – dass lässt die Härchen nur noch dünner erscheinen. Eine Volumenmascara mit dicker Bürste oder in Sanduhrform bringt mehr Fülle und ist hier die bessere Wahl. Kurze Wimpern werden mit einer Wimperntusche die optisch verlängert getuscht, dichte und lange Wimpern erhalten den perfekten Schwung mit Produkten, die einen Wimpern-Lift-Effekt versprechen.

Wer brüchige Wimpern hat, sollte auf wasserfestes Mascara weitestgehend verzichten, da es die Härchen nur unnötig austrocknet. Ideal sind Tuschen mit pflegenden Inhaltsstoffen wie Aloe vera, Panthenol oder Bienenwachs. Eine Wimpernzange ist hier leider nicht zu empfehlen oder zumindest nicht täglich. Ansonsten ist sie eine tolle Sache für den perfekten Schwung, sollte aber unbedingt vor der Mascara verwendet werden, da getuschte Wimpern sehr leicht brechen. Um auch die feinen Härchen nach oben zu biegen, wird die Wimpernzange ganz nah am Ansatz angesetzt, bevor man sie für circa zehn Sekunden sanft zudrückt. Anschließend wird getuscht.

Übrigens: Durch "Pumpen", also wenn das Bürstchen mehrfach in den Flakon gesteckt und wieder herausgezogen wird, gerät unnötig viel Luft hinein und lässt die Mascara schneller austrocknen, außerdem entstehen Klumpen. Besser ist es, die Bürste vor dem Auftragen im Behälter zu drehen – so verteilt sich die Mascara gleichmäßig auf der Bürste. Auch das Abstreifen am Rand ist ein absolutes No-Go und führt ebenfalls zum Verklumpen. Sinnvoller ist es, die Farbe mit einem Tuch vorsichtig abzutupfen, bevor die Mascara benutzt wird.

Bekommen die zarten Wimpernspitzen zu viel Tusche ab, werden sie schwer und hängen herunter. Deshalb ist es ratsam, immer mehr Tusche auf den Wimpernkranz direkt am Ansatz aufzutragen und deutlich weniger auf den Spitzen. Beim Auftragen die Bürste immer im Zickzack hin und her bewegen, damit auch wirklich alle – auch die feinsten und kleinsten – Härchen "erwischt" werden. Damit die Wimpern auch wirklich komplett vom Mascara ummantelt werden, sollte man auch von oben tuschen, besonders bei hellen Wimpern. Erst oben (dabei mit den Augen nach unten schauen), dann von unten (der Blick geht nach oben) – so verlieren die Wimpern ihre Form nicht.

Anschließend für einige Sekunden nach unten schauen und die Tusche trocknen lassen, so kann nichts danebengehen. Kleine Patzer beim Auftragen lassen sich am besten mit einem feuchten Wattestäbchen entfernen, bei wasserfester Wimperntusche das Stäbchen einfach mit etwas Make-up-Entferner befeuchten. Die korrigierten Stellen werden anschließend mit etwas Puder oder Lidschatten ausgebessert.

Tipp: Abends immer abschminken! Zum Entfernen der Mascara am besten ein spezielles Produkt benutzen, besonders bei wasserfester Tusche.